Unternehmen     Impressum     Kontakt
+ Antworten
Ergebnis 1 bis 11 von 11

Thema: Intranator <--> Cisco 1841 mit Cisco Express Forwarding

  1. #1
    Ebi
    Ebi ist offline Registered User
    Registriert seit
    Jul 2004
    Beiträge
    171

    Question Intranator <--> Cisco 1841 mit Cisco Express Forwarding

    Hallo,

    wir haben seit kurzem eine neue Internetverbindung. Diese besteht aus einer 2x2MBit/s-Standleitung, da höhere Geschwindigkeiten pro Leitung hier problematisch sind. Als Endpunkt seitens unseres Internetproviders dient ein Cisco 1841 Router mit Cisco Express Forwarding-Dienst (cef), welcher die Verteilung der verschiedenen Sessions auf die beiden Leitungen vornimmt.

    Und genau hier liegt das Problem: Greifen 2 PCs über den Intranator auf das Internet zu, so wird seitens des Intranators leider nur eine Session verwendet, woraufhin der Cisco Router auch nur 1 Leitung verwendet. Sprich es bekommt nun nicht jeder 2 MBit Bandbreite, sondern 1x2MBit/s-Bandbreite werden geteilt.

    Greift nun parallel ein User aus dem Internet auf den Intranator zu (um z.B. Mails auf den Server hochzuladen) so wird die 2. Leitung hingegen verwendet, was dank des neuen Tachometers auch schön sichtbar gemacht wird.

    Uploads in das Internet funktionieren übrigens auch wie gewünscht, sprich diese werden über beide Leitungen verteilt. Nur bei Downloads wird beharrlich eine einzelne Session und damit Leitung verwendet.

    Nun meine Frage: Ist dieses Verhalten aus Ihrer Sicht erklärbar? Wenn ja, woran genau liegt es (könnte es z.B. am Proxy liegen?) und gibt es Mittel und Wege, das Problem zu umgehen oder zu lösen?

    Liebe Grüße aus Thüringen,
    Jens Eberhardt

  2. #2
    Gerd von Egidy ist offline Administrator
    Registriert seit
    Dec 2001
    Ort
    Tübingen
    Beiträge
    948
    Hallo,

    bekommen Sie von Ihrem Provider 2 verschiedene IPs (für jede Leitung eine), oder eine IP für beide Leitungen gemeinsam?

    Haben Sie bei den Download-Versuchen die beiden Benutzer Daten von ein und demselben Server herunterladen lassen oder waren das 2 verschiedene Server?

    Was passiert, wenn Sie den Proxy des Intranators abschalten?

    Herzliche Grüße,

    v. Egidy

  3. #3
    Ebi
    Ebi ist offline Registered User
    Registriert seit
    Jul 2004
    Beiträge
    171
    Hallo,

    der Cisco-Router unseres Internetproviders hat 2 S2M-Leitungen mit je 2MBit/s Bandbreite als Eingang. Ausgangsseitig steht uns ein 100MBit/s-LAN-Port zur Verfügung, an welchem der Intranator direkt angeschlossen ist. Dieser LAN-Port hat dabei ein einzige IP, welche der Intranator als Gateway verwendet.
    Uns steht ein Subnet mit 4 öffentlichen IPs zur Verfügung, der Intranator selbst verwendet davon jedoch nur eine.

    Wir haben den Speedcheck auf unterschiedlichen Messdiensten durchgeführt (www.speed.io und www.speedcheck.arcor.de).

    Außerdem haben wir den Speedcheck mit und ohne Proxy durchgeführt. Alle Tests brachten das selbe Ergebnis.

    Abgelesene Werte im Internet-Tachometer des Intranators: Upload-Maximum ca. 4300 KBit/s, Download-Maximum ca. 1700 KBit/s.

    Download-Maximum bei parallelem Mailtransfer (vermutlich, vielleicht passiert im Hintergrund aber auch etwas anderes): ca. 3800 KBit/s

    Vielen Dank für die Bemühungen,
    liebe Grüße,
    Jens Eberhardt

  4. #4
    Thomas Jarosch ist offline Administrator
    Registriert seit
    Dec 2001
    Ort
    Tübingen
    Beiträge
    1.901
    Hallo Herr Eberhardt,

    soweit ich das verstehe sollte der Intranator die volle Bandbreite für den Download verwenden, da er vom Cisco Router auch nur eine IP-Adresse erhält. Ist im Intranator vielleicht das Bandbreitenmanagement im Provider-Profil auf einen niedrigen Wert gestellt?

    Alternativ würde ich probieren, nur einen Laptop mit der IP des Intranators an den Router anzuschliessen und dort einen Download zu starten. Dann wissen wir besser, wo der Fehler zu suchen ist.

    Herzliche Grüße,
    Thomas Jarosch

  5. #5
    Ebi
    Ebi ist offline Registered User
    Registriert seit
    Jul 2004
    Beiträge
    171
    Hallo.

    Sorry, die Testerei hat sich ein wenig hingezogen...

    Folgende Testergebnisse:
    • 1 Rechner direkt am Cisco-Router mit öffentlicher IP: Download: 1.700KBit/s / Upload: 1.700 KBit/s
    • 2 Rechner direkt am Cisco-Router mit verschiedenen öffentlichen IPs: Download insgesamt: 3.400 KBit/s / Upload insgesamt: 3.400 KBit/s
    • 1 Rechner über Intranator: Download: 1.700 KBit/s / Upload: 3.400 KBit/s
    • 2 Rechner über Intranator: Download insgesamt: 1.700 KBit/s / Upload: 3.400KBit/s

    Die Rot markierte Zahl ist dabei das Problem. Die Werte ändern sich nicht, wenn der Proxy übergangen wird.

    Laut unserem Internetprovider kann der Cisco-Router nur verschiedene Sessions auf unterschiedliche Leitungen legen. Beim Upload scheint der Intranator das ganze auch über verschiedenen Sessions abzuwickeln. Nur beim Download scheinen verschiedene Clientanfragen in einer Session in Richtung Cisco-Router zusammengefasst zu werden, so dass dieser nur 1 Leitung verwendet.

    Wie in vorangegangenen Posts erwähnt, ist es dem Intranator durchaus möglich, mehrere Sessions zu öffnen, sprich ich habe im Tachometer auch schon Download-Zahlen von bis zu 3.800KBit/s gesehen - Allerdings nur, wenn hier verschiedene Dienste zum Einsatz kamen (also z.B. noch paralleler Mail-Transfer stattfand).

    Liebe Grüße,
    Jens Eberhardt

  6. #6
    bjoerns ist offline Administrator
    Registriert seit
    Mar 2007
    Beiträge
    206
    Hallo Herr Eberhardt,

    wir sollten erst mal die Begriffsdefinitionen klarstellen. Eine Session ist im Netzwerkbereich als eine Punkt-zu-Punkt Verbindung zu verstehen. Über eine Session stehen dann zwei Programme im direkten Kontakt miteinander. Anders als beim analogen Telefon, ist es so möglich über die selbe Leitung mehrere Sessions zu fahren. Jeder netzwerkfähige Computer ist in der Lage mehrere Sessions zu verschiedenen Endpunkten aufzubauen. Kommen beim Proxy vom Intranator Anfragen zu verschiedenen Webservern an, kann der Intranator unmöglich die selbe Session nutzen um gleichzeitig mit verschiedenen Webservern in Kontakt zu treten, sonst würden die Pakete zusammengemischt werden. Der Intranator hält sich, wie jeder andere netzwerkfähige Computer auch, an die entsprechenden Protokolldefinitionen. Es sollte also keinen Unterschied machen, ob der Intranator oder ein anderer Computer am 100Mbit Port des CISCO Router angeschlossen ist.
    Ihre Testergebnisse haben folgendes gezeigt:

    - 1 Rechner direkt am Cisco-Router mit öffentlicher IP: Download: 1.700KBit/s / Upload: 1.700 KBit/s

    Der Intranator maskiert standardmäßig die IP-Adressen und Ports vom lokalen Netz auf das WAN Interface (NAT/PAT). Bei der CISCO kommen vom Intranator also nur Pakete mit der Source IP-Adresse des Intranators an, für jede Verbindung zu einem separaten Webserver eine TCP-Session. Der Intranator leitet sozusagen die Anfragen von den Clients im lokalen Netz an den CISCO Router weiter und verändert dabei die Source Adresse auf seine eigene, der CISCO Router denkt also die Anfragen würde alle vom Intranator selbst kommen.

    Im obigen Ergebnis haben wir gesehen, dass ein einzelner Computer direkt am CISCO Router auch nur maximal 1700/1700 Up/Down schafft.

    Für mich sieht es also so aus, als ob der CISCO Router nicht verschiedene Sessions auf die 2 Leitungen umsetzt, sondern einfach nur die verschiedenen IP-Adressen auf die 2 Leitungen umsetzt.

    Das einzige merkwürdige an der ganzen Sache ist, dass der Intranator auf 3400 Kbit Upload kommt, und ein anderer Computer nur auf 1700 Kbit kommt.

    Um was für einen CISCO Router handelt es sich denn genau (Modell) ?

    MFG Björn

  7. #7
    Ebi
    Ebi ist offline Registered User
    Registriert seit
    Jul 2004
    Beiträge
    171
    Hallo,

    den Begriff der Session habe ich bis dato (als Netzwerker) ebenso definiert wie sie. Allerdings scheint der Begriff von Seiten Arcor (als unserem Internetprovider) anders definiert zu werden. An deren Hotline heißt es nämlich beharrlich, dass der Router verschiedene Sessions auf die verfügbaren Leitungen aufteilt.

    Dies scheint aber scheinbar nicht mit den Sessions nach unserer Definition zu geschehen. Anders ausgedrückt - es scheint, als würde der Router nur eindeute Kombinationen Source-IP/Dest-IP auf verschiedene Leitungen verfrachten (wahrscheinlich eine Session nach Arcor-Definition). Ich habe den Begriff dann hier in diesem Thread so übernommen in der Hoffnung, einfach ein Stück "Netzwerkmagie" verpasst zu haben.

    Bei dem Router handelt es sich um einen Cisco 1841-Router. Der Dienst, der für die Verteilung der Daten auf die verschiedenen Leitungen zuständig ist heißt Cisco Express Forwarding (cef).

    Liebe Grüße,
    Jens Eberhardt

  8. #8
    bjoerns ist offline Administrator
    Registriert seit
    Mar 2007
    Beiträge
    206
    Hallo Herr Eberhardt,

    ok, dann ist die Sache mit der Begrifflichkeit ja nun geklärt :-).

    Wie hoch kommt denn der Download/Upload, wenn zwei verschiedene Speed Test Webseiten oder zwei verschiedene Downloads gleichzeitig ausgeführt werden?

    MFG Björn

  9. #9
    Ebi
    Ebi ist offline Registered User
    Registriert seit
    Jul 2004
    Beiträge
    171
    Bei Uploads bis 4300 kbit/s, bei Downloads nur auf ca. 1700kbit/s (abgelesen am Tacho auf der Startseite).

    Lässt sich aber auch an den Speedtests ablesen - die Upload-Rate sinkt nicht, egal ob 1 oder 2 Clients den Test durchführen. Die Downloadrate sinkt jedoch auf die Hälfte (also 700-900kbit/s).

  10. #10
    bjoerns ist offline Administrator
    Registriert seit
    Mar 2007
    Beiträge
    206
    Hallo Herr Eberhardt,

    sehr komisch .

    Deaktivieren Sie zum testen doch mal den Proxy und nutzen 2 verschiedene Speedtest URL's, oder war das schon der Fall?

    Ansonsten sollten Sie vielleicht am besten ein Support Ticket eröffnen, dann können Sie uns auch mal per Fernwartung auf den Intranator lassen.

    MFG Björn

  11. #11
    Ebi
    Ebi ist offline Registered User
    Registriert seit
    Jul 2004
    Beiträge
    171
    Hallo,

    2 verschiedene Speedtests (auch mit und ohne Proxy) haben wir schon gemacht... hat keinen Unterschied gebracht.

    Was ich allerdings bis eben nicht getan hatte - einfach mal 2 verschiedene, große Dateien von unterschiedlichen Servern herunterzuladen (hatte bisher nur auf verschiedenen Rechnern die gleiche Datei heruntergeladen). Und siehe da - die gesamte Downloadrate steigt auf bis zu 3,8 MBit/s.

    Es sieht also ganz danach aus, dass die Speedtests im Hintergrund beim Download immer auf den selben Server verwiesen haben (oder aus was für Gründen auch immer das cef-Protokoll ausgetrickst haben). Beim klassischen, einfachen Download von 2 verschiedenen Servern im Internet werden auch beide Leitungen benutzt.

    Es ist also in der Tat so, dass ganze Verbindungen mit eindeutigen Source-/Dest-IPs auf die Leitungen verteilt werden - nur eben die Speedtests selbiges beim Download austricksten.

    Also sind also weder Intranator noch der Provider / die Leitung das Problem, sondern die Speedtests... Naja, wie sagte unser Elektroniker immer so schön - Mist kommt von messen.

    In diesem Sinne noch einen schönen Tag und liebe Grüße,
    Jens Eberhardt

+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein