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  #1 (permalink)  
Alt 26.06.2008, 12:49
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Software RAID vergrössern?

Hi all,

Wir wollen in einem Intranator, der Software-RAID1 hat, die bestehenden Festplatten gegen grössere Platten austauschen. Ginge prinzipiell der Schritt "eine alte Platte raus, eine neue (grosse) Platte rein, RAID rebuilden lassen", dann (wenn alles geht) "zweite alte Platte raus, zweite neue Platte rein, RAID wieder rebuilden lassen bei gleichzeitiger Vergrösserung der Partitionen?" Prinzipiell kann reiserfs ja Partitionen vergrössern...

Der Weg "beide neue große Platten rein, Knoppix booten, neuen grossen RAID-Verbund aufbauen, Daten kopieren, grub fixen" oder "Backup machen, Platten wechseln, neu installieren, Backup restore" haben halt jeweils längere Downtimes, die wir nach Möglichkeit verhindern möchten.

Viele Grüße,

Mathias
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  #2 (permalink)  
Alt 27.06.2008, 10:11
Benutzerbild von Reinhard Pfau
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Beiträge: 44
Zitat:
Zitat von mathias Beitrag anzeigen
Wir wollen in einem Intranator, der Software-RAID1 hat, die bestehenden Festplatten gegen grössere Platten austauschen. Ginge prinzipiell der Schritt "eine alte Platte raus, eine neue (grosse) Platte rein, RAID rebuilden lassen", dann (wenn alles geht) "zweite alte Platte raus, zweite neue Platte rein, RAID wieder rebuilden lassen bei gleichzeitiger Vergrösserung der Partitionen?" Prinzipiell kann reiserfs ja Partitionen vergrössern...
Neuere Intranator-Installationen verwenden ext3; aber auch das kann im Prinzip Partitionen vergößern.
Mit sehr guten Linux-Kenntnissen (und Kommandozeilen-Zugang) wäre ein solches Vorgehen theoretisch möglich.
Aber da Größenänderung von Dateisystemen (und dann noch in Verbindung mit einem RAID) nicht gerade trivial sind, können wir eine solche Vorgehensweise nicht offiziell unterstützen...

Zitat:
Zitat von mathias Beitrag anzeigen
Der Weg "beide neue große Platten rein, Knoppix booten, neuen grossen RAID-Verbund aufbauen, Daten kopieren, grub fixen" oder "Backup machen, Platten wechseln, neu installieren, Backup restore" haben halt jeweils längere Downtimes, die wir nach Möglichkeit verhindern möchten.
"Backup machen, Platte wechseln, neu installieren, Backup restore" hat je nach Größe des Backups längere Ausfallzeiten; ist aber die sicherste Methode für diesen Anwendungsfall.

Allerdings überlegen wir noch an Strategien, mit denen wir in einem solchen Szenario die Ausfallzeiten zukünftig kürzer gestalten können.


Mit freundlichen Grüßen,
Reinhard Pfau
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  #3 (permalink)  
Alt 27.06.2008, 11:31
Registered User
 
Registriert seit: Jan 2005
Beiträge: 6
Hallo Herr Pfau,

Zitat:
Zitat von Reinhard Pfau Beitrag anzeigen
"Backup machen, Platte wechseln, neu installieren, Backup restore" hat je nach Größe des Backups längere Ausfallzeiten; ist aber die sicherste Methode für diesen Anwendungsfall.
Das dauert uns zu lange, wegen 13 Gbyte /datastore/imap-mails, PGP-verschlüsseltem Backup und nicht allzuschneller Kiste :-)

Zitat:
Zitat von Reinhard Pfau Beitrag anzeigen
Allerdings überlegen wir noch an Strategien, mit denen wir in einem solchen Szenario die Ausfallzeiten zukünftig kürzer gestalten können.
Mir kam jetzt noch folgende Variante (bei Zugriff auf die Shell und stabilen Linuxkenntnissen):
Neue Platten einbauen, von altem System booten und den Intranator produktiv laufen lassen. Dann im laufenden Betrieb Software RAID auf den neuen Platten konfigurieren etc, dann die Daten von den alten Platten auf die neuen kopieren (etwa mit tar). Das dauert zwar, ist aber egal, wegen "keine Downtime".
Dann wenn alles kopiert ist, alle Dienste des Intranators beenden, dann mit rsync die Daten abgleichen (rsync ist beim Intranator dabei, hab ich gesehen, zudem sollte das nicht zu lange dauern), grub fixen, Platten ausbauen, booten, glücklich sein :-)

Vielen Dank fürs Mitdenken,

Mathias Zunterer
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  #4 (permalink)  
Alt 27.06.2008, 18:17
Administrator
 
Registriert seit: Dec 2001
Beiträge: 601
Hallo Mathias,

rsync ist auf dem Intranator drauf. Du kannst also gleich das rsync zum Abgleich nutzen und brauchst kein tar etc.

Ich würde auf 2 frischen Platten von CD neu installieren und das RAID hochsetzen. Dann ein bestehenden Backupsatz nehmen und nur die Konfiguration auf die neue Kiste zurücksichern. Die neue Kiste vom Internet abklemmen damit es keinen IP-Konflikt gibt, alte und neue Maschine aber über ein Crossover-Kabel miteinander verbinden. Über dieses Crossover würde ich dann erstmal ein rsync für /datastore/imap-* laufen lassen. Wenn das durch ist dann die alte Kiste abklemmen, nochmal ein rsync für die geänderten Daten und dann die neue Kiste ans Internet hängen.

Das erfordert natürlich zumindest während der Umstellung nicht nur neue Platten, sondern auch eine 2. Maschine.

Ich denke aber, der wichtigste Teil ist, die Software von CD neu zu installieren. Dann gibt es keinen Ärger mit falsch vergrößerten Dateisystemen.

Herzliche Grüße,

v. Egidy
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